Über mich

Ich bin Markus Löffler-Willner, Jahrgang 1983, und lebe mit meiner Frau und zwei Kindern in Schweinfurt.

Noch während meines Studiums (regenerative Energietechnik, Maschinenbau) wurde ich zum ersten mal Vater und es stellte sich mir immer mehr die Frage nach dem Sinn meines Lebens und was für eine Welt ich mir für meine Kinder wünsche. Mir wurde klar, dass uns durch eine überwiegende Beschäftigung mit Technik immer mehr die Natur abhanden kommt, obwohl die Natur unsere Lebensgrundlage ist.

Kurz gesagt:

  • Technik ist dort schlecht, wo sie uns immer mehr beherrscht und Natur verdrängt.
  • Technik ist dort gut, wo sie den natürlichen Grundlagen des Lebens dient und nicht unser Leben diktiert.

Daraus folgte, dass ich mein bis dahin erworbenes technisches Verständnis in den Dienst der Natur stellen wollte. Ich begann 2016 eine Ausbildung in einem biologisch wirtschaftenden Betrieb. Ich wurde Bio-Bauer.

Meine Schwerpunkte in der Ausbildung waren Bodenleben, Bodenaufbau, minimale Bodenbearbeitung, muttergebundene Kälberaufzucht und Hühnerhaltung.

Schon während dieser Ausbildung interessierte ich mich für die Idee der solidarischen Landwirtschaft. Ich war begeistert. Leider las ich nur über Solawis in Berlin oder München. Eines Tages kam ein Bekannter und erzählte mir von Leuten, die so etwas in Schweinfurt machen wollen. So führte eines zum anderen und ich wurde in den Vorstand der solidarischen Landwirtschaft Schweinfurt e.V. gewählt.

Im Gartenjahr und Gründungsjahr 2018/2019 war ich dort in Teilzeit als Gärtner angestellt. Neben dem Gärtnern hatte ich viel mit der Konzeptionierung der Anbautechniken und dem Infrastrukturaufbau zu tun. In der Saison 2019/2020, nach der Geburt meines zweiten Sohnes, verabschiedetete ich mich in Elternzeit.

Die Idee, mobile Weidehühner für die Solawi Schweinfurt zu halten, hatte ich schon einige Zeit. Als ich dann im Frühjahr 2020 wegen des Lockdowns nicht nur Kleinkind-Betreuer für meinen 1-jährigen, sondern auch Lehrer für meinen 7-jährigen Sohn sein durfte, beschloss ich, dass „Hühnerstall bauen“ und „Eier ausbrüten“ auf dem Stundenplan stehen sollte. Ich entschied mich für Bruteier der neuen Zweinutzungsrassen von der ökologischen Tierzucht. Mitte April schlüpften 14 kleine Küken.

Die Küken wurden rasend schnell zu jungen Hühnern und ich bin fasziniert von der vielfältigen Lebenweise dieser Geschöpfe. Bei uns im Wald wird nun gescharrt, gekräht, neugierig alles unter die Lupe genommen und Eier gelegt.

Mein Traum wurde wahr.

Wenn ich mir die Welt anschaue, sehe ich als denkender Mensch viele Probleme auf uns zukommen.

Es wird Zeit, dass wir aufhören, uns über die Missstände nur aufzuregen.

Es wird Zeit, dass wir den Missständen positive Zukunftsentwürfe entgegensetzen.

Es wird Zeit, etwas zu tun.